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Schule 12,13,14 Wirbelsäule
1. Wirbelsäule
12.
23. Klinische Diagnostik
Spezielle Anamnese:Neben den klassischen Fragen: was, wann, wo … etc.
Neurologie:
Funktion:
Psyche:
Allgemein:
Sensibilitätsstörungen, Koordination, Schwäche / Lähmung
Stuhlgang / Wasserlassen, Sexualfunktionsstörungen,
Gangbild, Steifheit, Blockierung, Bewegungsausfall
Haltung
Depression / Verstimmung, Schlafstörungen, Neurosen,
Psychosen, berufliche Belastung
Befinden, Vegetativum, bisherige Therapie / Diagnostik
3
4. Klinische Diagnostik
InspektionAn- Ausziehen
Kopfhaltung
Schulterstand, Beckenstand
Lot der WS, Seitprofil
Vorbeugeteste (Rippenbuckel, Lendenwulst, fixierte Brustkyphose)
4
5. Klinische Diagnostik
PalpationStauchungsschmerz
Druck- / Klopf- / Rüttel- / Fersenfallschmerz
Stufe in der Reihe der Dornfortsätze
Paravertebrale Muskulatur (Myogelosen, Hartspann, Tonus
Subcutanes Fettgewebe (Kiblersche Hautfalten)
5
6. Klinische Diagnostik
FunktionsprüfungTrendelenburg
Beinlänge
Haltungstest nach Matthias
HWS
– Seitneige
– Rotation
– Reklination / KJA (Kinn-Jugulum-Abstand
BWS / LWS
– Seitneige
– Rotation
– FBA (Finger-Boden-Anstand)
– Schober
– Ott
6
7. Klinische Diagnostik
FunktionsprüfungLasegue / Bragard (Ischiasdehnungsschhmerz)
Valleix` sche Druckpunkte (Ischiasverlauf)
Umgekehrter Lasegue (Femoralisdehnungsschmerz)
Spezielle Teste:
s. dazu Manualtherapie
7
8. Röntgenbilder der LWS
89.
910. NMR der Wirbelsäule
1011. 3D – CT der Wirbelsäule
1112. Begriffe und Syndrombezeichnungen
Zervikalgie:
Nackenschmerzen
Zervikalsyndrom:
undifferenzierter Sammelbegriff
Zervikocephalgie:
Kopfschmerz, Schwindel verschied. Genese
Zervikobrachialgie:
Nacken-Schulter-Armschmerz (Wurzelreiz C4-C7)
Brachialgie:
Armschmerzen
Dorsalgie:
Rückenschmerz BWS
Lumbalgie:
chron. Kreuzschmerz ohne Ausstrahlung
Lumbago:
akuter Kreuzschmerz, „Hexenschuß“
Lumboglutäalgie:
Kreuzschmerz mit Gesäßschmerz
Lumboischialgie:
Kreuzschmerz mit Ausstrahl. in den Ischias / Bein
Ischialgie:
Beinschmerz
Radikulärer Schmerz: eindeutig der Nervenwurzel zuzuordnen
Pseudorad. Schmerz: keine segmentale Zuordnung
Vegetative Schmerzen: z.B. Kopfschmerz, Schindel, Sehstörungen
12
13. Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen
„im Erwachsenenalter“Statische Beschwerden
Muskuläre Insuffizienz
Verschleiß
Bandscheibenschäden
Gleitwirbel
Entzündungen
Verengter Rückenmarkkanal
Rheumatische Erkrankungen
Unfallfolgen
Fehlhaltungen
Angeborene Mißbildungen
ISG-Störunngen
Coxarthrose
13
14. Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen
„im Kindesalter“Gleitwirbel
Statischer Rückenschmerz
M.Scheuermann
Leukämie
14
15. Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen
„oft nicht erkannt“Vaskulär:
Neurogen:
Gynäkologisch:
Urologisch:
Abdominell:
Spondylogen:
abdominelles Aortenaneurysma, pAVK
Nervenwurzel – TU
Rückenmark – TU
diabetische Neuropathie
Uterus – Haltungsanomalien
Pankreatitis, Cholezystitis
Knochen – TU / Metastasen
Osteoporose mit Frakturen
Spondylitis
M. Bechterew
15
16. Haltungsschwäche, -Fehler
Def.Aktiv oder passiv völlig ausgleichbare Haltungsabweichung der WS.
Freie Beweglichkeit aller WS Segmente
Normvariablen sind abhängig von z.B.
• Alter
• Psyche
• Muskulatur
• Skelettform
16
17. Haltungsschwäche, -Fehler
Urs.Relative Schwäche der Rücken- und Bauchmuskulatur
v.a. in Wachstumsperioden
17
18. Haltungsschwäche, -Fehler
Klinik• Abflachung oder Verstärkung der natürlichen WS-Krümmung
(Kyphose / Lordose) in der Sagitalebene (2)
Typische Befunde:
- verstärkte BWS-Kyphose
- hängende,ventral verlagerte Schultern (4)
- abstehende Schulterblätter (3)
- verstärkte Beckenkippung nach vorn (1)
- Vorwölbung des Bauches
- Vorverlagerung des Kopflotes (5)
Skoliotische Fehlhaltung durch
Beckenschiefstand
18
19. Haltungsschwäche, -Fehler
Teste• Flexibilität von BWS (Katzenbuckel)
LWS (Rutschhalte)
• Armvorhaltetest nach Matthias (30 sec..)
differenziert Schwäche gegen Fehler
19
20. Haltungsschwäche, -Fehler
DD• Myogene, neuromuskuläre Erkrankung
Ther.
• KG, regelmäßige Eigenübungen
Förderung von Schwimmen, Reiten, Schul- und Vereinssport
Prophylaxe
• Schulmöbel, Sport
20
21. Skoliose
Def.Fixierte Seitausbiegung der WS in der Frontalebene
Mit Rotation der Wirbelkörper
Der dorsale Anteil der WK dreht zur Konkavität,
der ventrale Anteil zur Konvexität der Krümmung
21
22.
2223. Skoliose
Def.Eine Progression bis zum Wachstumsabschluß ist
immer anzunehmen
Die meisten Skoliosen werden im Alter von 10 – 12 Lj.
(zufällig) entdeckt.
Selten bestehen Beschwerden
23
24. Skoliose
Urs.:Idiopathisch:
90 %, F:M5:1
infantil
juvenil
adoleszent
Andere:
1 – 3 Lj.
4 – 9 Lj.
10 – 15 Lj.
neuropathisch (ICP, u.a.)
Myopathisch (Muskeldystrophie u.a.)
Osteopathisch (Fraktur, TU u.a.)
Desmogen (Narben)
Kongenital (Blockwirbel, Keilwirbel u.a.
24
25. Skoliose
Man unterscheidet je nachHöhe des Krümmungsscheitels
die Skolioseformen in
- Thorakal
- Thorakolumbal (Th 11 – L1)
- Lumbal
- oder kombinierte
Thorakal und Lumbalskoliosen
25
26. Skoliose
Diag.Inspektion
• WS . Lot
• Schulterstand, Beckenstand
• Scapulasymmetrie
• Taillendreieck
• Rippenbuckel, Lendenwulst
Anamnese
• Menarche
(WS Wachstum dauert vom Beginn
der Menarche noch ca. 2 Jahre)
26
27. Skoliose
Diag.Röntgen
• WS - Ganzaufnahme in 2 Ebenen
- Verlaufsaufnahmen
- Beckenkämme / Hände a.p
zur Bestimmung der Skelettreife
- gel. Funktionsaufnahmen
- gel. Rippenbuckelaufnahme
27
28. Skoliose
Ther.• Ziel:
Aufhalten einer Progredienz und Korrektur bzw.Halten der bestehenden
Verkrümmung.Verhütung von Spätfolgen
Bei 90 % ist die konservative Behandlung ausreichend.
Prognose ist therapiebestimmend
• ambulante klinische Kontrolle (Progredienz im Wachstumsalter ?)
alle 3 Monate in der Pubertät
sonst alle 6 – 12 Monate
Röntgen
alle 6 – 12 Monate bei raschem Wachstum, Progredienz
alle 3 – 6 Monate bei Korsetttherapie
28
29. Skoliose
Ther.Idiopathische Skoliosen
15° lumbal / 20° thorakal:
- KG, weiter Sportteilnahme
15°-35° lumbal / 20° - 50° thorakal:
- Korsett 23 h am Tag
bis 1 Jahr nach Skelettreife
- begleitende KG
- keine Sportbefreiung
> 35 ° lumbal / > 50° thorakal:
- OP - Indikation
29
30. Skoliose
Ther.Kongenital:
Prognose oft schwer absehbar
z.T. schon im frühen Wachstumsalter OP erforderlich
Operationsprinzip
Korrektur der Verkrümmung
und knöcherne Versteifung = Spondylodese der verkrümmten WS
mittels verschiedener Metallimplantate
30
31. Kyphose
Def.Fixierte dorsal konvexe Krümmung der WS
(BWS > 60°)
Kurzbogig = angulär
Langbogig = arcuär
Urs.
• M.Scheuermann
• M. Bechterew
• Kongenital (Wirbelbildungsstörungen)
• Habitus / Haltungsbedingt
• Altersbedingt (Osteoporose)
Entzündlich / Traumatisch /
TU / Neurolog.Erkrankungen
31
32.
3233. Kyphose
Ther.• Konservativ
KG
Korsett
Operativ
Aufrichten und versteifen
33
34. M. Scheuermann
Def.Wachstumsstörung an den Grund und Deckplatten der BWS
oder LWS
In der Folge (teil)fixierte Kyphose
- Hohlrundrücken (Thorakaler Scheuermann)
- totaler Rundrücken (thorako-lumbaler Scheuermann)
- Flachrücken (lumbaler Scheuermann)
Häufigste WS Erkrankung im Jugendalter (20 %)
Urs.
unklar
34
35. M. Scheuermann
Enstehung der KyphoseDurch reduzierte Belastbarkeit der Grund und Deckplatten
entsteht
Keilwirbel und (teil) fixierte Kyphose
Durch Einbruch von Bandscheibengewebe in den
Wirbelkörper entstehen
Schmorlsche Knötchen und
Verschmälerung der Bandscheiben
Durch asymmetrische Keilwirbelbildung in 30 % Skoliose
35
36. M. Scheuermann
KlinikKyphose
Nur 1/3 haben Beschwerden
Diag.
Röntgen (erst dadurch Diagnosesicherung !)
Grund- und Deckplattenunregelmäßigkeit
Kyphose
verschmälerte Bandscheibe
Schmorl`sche Knötchen
mind. 3 Keilwirbel
(Vorsicht vor Überbewertung der Rö-Bilder !)
36
37. M. Scheuermann
Ther.Leichte Fälle
• Rückendisziplin
• Entkyphosierende KG
• Rückenschwimmen
Keine stauchenden Sportarten (Sprungdisziplinen)
Berufsberatung
Progrediente Fälle (50° Kyphose)
• Zusätzlich Korsett, wenn noch flexible WS
Prognose
Meist gut. Stillstand mit Wachstumsabbschluß. Ggf. später Folgeprobleme
37
38. M. Scheuermann
Operation selten indiziert
38
39. M. Bechterew
Def.Chron. Entzündliche Erkrankung der Wirbeläule und der Gelenke mit
starker Verknöcherungstendenz
M : F = 3 :1 (oder blander Verlauf bei Frauen)
15 – 40 Lj.
39
40. M. Bechterew
KlinikFrühstadium
• Persistierender tiefer (nächtlicher) Rückenschmerz
• Besserung bei Bewegung
• Morgensteifigkeit
• Schmerzen an Thorax
• Schmerzen an den Sehnenansätzen und Gelenken
• Bei 25 % zuererst oder parallel Arthralgien
Röntgen und Labor oft noch unauffällig
Spätstadium
M. Bechterew 40
41. M. Bechterew
KlinikStadium der ISG-Beteiligung:
• Sakroiliitis
41
42. M. Bechterew
KlinikNachweis des Wirbelsäulenbefalls
• Versteifung meist erst thorakal
• Kyphosierung
• (Entzündung führt zur Verkürzung der vorderen Längsbänder)
Spätarthritis (Hüften)
Endstadium
• Stillstand in jedem Stadium möglich
• Ggf. völlige WS und Gelenkeinsteifung
42
43. M. Bechterew
KlinikOrganbeteiligung
• Augen
• Harnleiter
• Prostata
• Darm
Diag.
Röntgen maßgeblich
• ISG
• WS
43
44. M. Bechterew
Komplikationen (z.B.)Ventilationsstörungen
Wirbelsäulenfrakturen
aufgrund fehlender Elastizität und begleitender Osteoporose
Ther.
• „Rheumamedikamente“ (NSAR)
• Konsequente KG (tgl)
• Sport
• Nächtliche Flachlagerung
• Phys. Therapie, Schmerztherapie
• Hilfsmittel
44
45. M. Bechterew
Operation mit Aufrichtung in schweren Fällen
45
46. Morbus Forestier
Def.Häufigste versteifende degen. WS-Erkrankung
Breite, knöcherne Spangen zwischen den Wirbelkörpern
M>F, >60 Lj
LWS o.B.
46
47. Morbus Forestier
Klinik• uncharakteristisch
• schleichender Schmerz
• oft Zufallsbefund
• betont Th4-Th6
• ossifizierende Fibroostosen am Becken und Fersenbein
47
48. Morbus Forestier
Diag.• Röntgen
DD
• Morbus Bechterew, M.Scheuermann
Ther.
• Aufklärung über gute Verlaufsform
• Bewegungsübungen
• Nächtlich flach liegen
• NSAR
48
49. Degenerative LWS-Erkrankung
Def.Häufigste Ursache von Rückenschmerzen jenseits 30 Lj.
Ab dem 40 Lj.: bei 60 % F und 80% M
Ab dem 70 Lj: bei fast jedem
LWS o.B.
49
50. Degenerative LWS-Erkrankung
Verlauf• Chondrose:
Veränderung der Bandscheibe
Osteochondrose:
Einbeziehung der angrenzenden Grund – und
Deckplatten
Spondylose:
Bildung von Knochenwülsten / Abstützungsreaktion
Spondylarthrose:
Beteiligung der kleinen Wirbelgelenke
Instabilität:
degeneratives Vorgleiten (Spondylolisthese)
degeneratives Drehgleiten
50
51.
5152.
5253. Degenerative LWS-Erkrankung
Verlauf• Chondrose:
Osteochondrose:
Spondylose:
Spondylarthrose:
Instabilität:
53
54. Degenerative LWS-Erkrankung
Klinik• Typische Schmerzcharakteristika
- Schleichend oder akut
- Ausstrahlend oder lokal
- Dumpf ziehend, evtl. stechend
- Auslösefaktoren
- Verschlimmerung bei Fehl-, Überlastung
- Besserung z.B. in Ruhe
Funktionsstörungen
Weichteilveränderungen (Tendinosen, Myogelosen u.a.)
Zwangshaltungen
54
55. Degenerative LWS-Erkrankung
Diag.Häufig schwierige Differenzierung von WS-Beschwerden !!
• Anamnese
• Klinische Untersuchung
• Apparative Diagnostik ; DD parat haben und ggf. abklären
55
56. Degenerative LWS-Erkrankung
Ther.Akutes Stadium:
• Schmerztherapie
• Balneophysikalische Maßnahmen
• Stufenbett
Chron. Stadium
• Eher aktive Maßnahmen (KG, Rückenschule)
• Schmerztherapie, balneophysikal. Maßnahmen
Operation (zahlreiche Verfahren)
• Nur bei sorgfältiger Indikationsstellung und
• nach konsequenter konservativer Therapie
56
57. Degenerative LWS-Erkrankung
Prognose• Spontane
Schmerzremission
möglich
• Rezidive häufig
57
58.
5859. Baastrup-Syndrom
Def.Schmerzhafte, sich berührende Dornfortsätze (DF)
Reaktive Knorpel und Knochenneublidung an den DF.
Ausdruck schwerer lumbaler degenerativer Veränderungen.
.
59
60. Baastrup-Syndrom
Urs.• Hyperlordose
• Verschmälerter Zwischenwirbelraum
• Hypermobilität
Klinik
• Lokaler Druckschmerz
• Schmerzverstärung bei Lordosierung
Diag.
• Rö
• Probatorische Infiltration
60
61. Baastrup-Syndrom
Ther.• Ursachenforschung und Behandlung
• Physikalische Therapie
• Entlordosierende KG
• Entlordosierendes Mieder
Selten operative Resektion
61
62. Facettensyndrom
Def.Pseudoradikulärer Schmerz,
ausgehend von den (kleinen) Wirbelgelenken
Diag. oft schwierig, da parallel häufig
PNS,
Spondylolisthese
Osteoporose
segmentale Instabilität
Urs.
• Häufig Bandscheibenlockerung (Segmentinstabilität).
• Hierdurch Belastung der
Wirbelgelenke
62
63. Facettensyndrom
Klinik• Tiefsitzender, diffuser Belastungs-Kreuzschmerz
• Rüttel- und Klopfschmerz
• V.a. Abendschmerz, Besserung im Liegen
• Ausstrahlung in das Bein, Gesäß, Genital,
Unterbauch
Diag.
• Rö-LWS: Spondylarthrose
• NMR / CT
Ther.
• Konservativ:
Operativ::
Kräftigung der Rumpfmuskulatur
Schmerztherapie
Spondylodese
63
64. Spondylolyse, Spondylolisthese
Def.Spondylolyse: Defekt der Interarticularportion
Sp.olisthese: Ventralverschiebung des Wirbelkörpers auf dem unterliegenden
Hohe Rate an Leistungssportlern
50 % Speerwerfer
25 % Judokas, Kunstturner, Ringer u.a
64
65. Spondylolyse, Spondylolisthese
Def.Spondylolyse: Defekt der Interarticularportion
Sp.olisthese: Ventralverschiebung des Wirbelkörpers auf dem unterliegenden
80 % LWK 5
15 % LWK 4
CT - LWS
65
66. Spondylolyse, Spondylolisthese
Def.Spondylolyse: Defekt der Interarticularportion
Sp.olisthese: Ventralverschiebung des Wirbelkörpers auf dem unterliegenden
80 % LWK 5
15 % LWK 4
In der Bevölkerung
5 % Lyse
2-3% Olisthese
66
67. Spondylolyse, Spondylolisthese
Urs.• Kongenital
• Erworben
• Degenerativ
Klinik
• 50 % asymptomatisch
• (pseuso)radikuläre Kreuzschmerzen
• Tastbare Stufe
• Hohlkreuz
• Hüftlendenstrecksteife bei Kindern
67
68. Spondylolyse, Spondylolisthese
Diag.• Röntgen
• NMR,CT
(Normale LWS)
Stadieneinteilung nach Meyerding 1 - 4
Spondylolisthese Grad 2
68
69. Spondylolyse, Spondylolisthese
Ther.Konservativ
• Entlordosierende, stabilisierende WS-Gymnastik
• Entlordosierende Mieder
• Keine reklinierende Sportarten
Operative Versteifung (evtl. mit Reposition) bei
• persistierenden Beschwerden
• Progredienz
• neurologischen Ausfälle
Bei Fusionsoperationen
ca. 80 % gute Ergebnisse
69
70. Bandscheibenvorfall LWS
Def.Häufig lumbal
Seltener cervical
Sehr selten thorakal
30-40Lj, v.a.L4/5, L5/S1
70
71. Bandscheibenvorfall LWS
Def. / Formen:• Protrusion
• Prolaps
Gedeckter Prolaps
Sequestrierter Prolaps
Massen Prolaps
Vorwölbung
Vorfall, Riß des Faserringes und
Austritt des Nucleus
Längsband erhalten
massives Austreten
71
72. Bandscheibenvorfall LWS
Urs.Chronische Strukturveränderungen und
Mechanische Streßfaktoren
Raumforderung durch
Riß des Anulus fibrosus
Austreten von Nucleus pulposus Anteilen
72
73. Bandscheibenvorfall LWS
Klinik:• Lateraler und dorsolateraler Prolaps: radikuläres Syndrom
• Mediolateraler Prolaps:
Lumbago und rad. Syndrom
• Medialer Prolaps
Lumbago, rad.Syndrom und
Kaudasyndrom
73
74. Bandscheibenvorfall LWS
Klinik:• Schmerzen,
• Ausfälle von Sensib / Motorik / Reflexen,
• Nervendehnungsschmerz
• Zwangshaltung,
• Lendenstrecksteife
• musk.Hypertonus
Cave / Notfall:
• Blasen-Darm-Störung,
• Reithosenanästhesie
• Kaudakompression
74
75. Bandscheibenvorfall LWS
Diag.• Rö LWS
• NMR / CT
• Myelographie
• Discographie
75
76. Bandscheibenvorfall LWS
Ther.• Wenn keine gravierende Neurologie immer kons. Spektrum ausschöpfen
incl.
Medikotherapie, Spritzentherapie
• Operativ
Absolute Indikation:
gravierende neurologische Ausfälle
Relative Indikation:
bei Therapieresitenz
Kontraindikation:
Kreuzschmerz ohne Wurzelbeteiligung
Unklarheit der Diagnose
V.a. psychosomatische Erkrankung
76
77. Bandscheibenvorfall LWS
Prognose:• 20 % mäßige bis schlechte Ergebnisse
• 5 Jahres Ergebnisse konservativ – operativ sind nahezu identisch
• Bessere Ergebnisse bei jüngeren Pat, kurzer Anamnese, massiver Prolaps
• Restsymptome bilden sich erst nach Monaten, wenn überhaupt zurück
• PNS (Postnukleotomie (- Instabilitäts-) Syndrom
77
78. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Def.PNS:
FBSS:
spezielle Beschwerden nach Bandscheiben-Op`s
unverändert anhaltende / stärkere Beschwerden nach WS-Op`s
(bei NPP, Degeneration, Spondylolisthese, Stenose)
Urs.
Schlechte oder falsche Indikation
Fehlerhafte Op
Späte Komplikation:
Instabilität, Vernarbungen, Verklebungen
78
79. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Klinik• Schmerzen (lokal,bei Vorbeuge, bei Belastung)
meist gemischt radikulär-pseudoradikulär
Diag.
• Anamnese
• Psychische Auffälligkeiten
Röntgen, NMR / CT, Myelographie, Szintigraphie,
79
80. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Ther.Konservativ
• balneo-physikalische Maßnamen
• Medikamentös
• Psychosomatische Therapie
Operativ
• schwierige Indikationsstellung
• ggf. Op-Korrektur
80
81. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Prognose:• schlecht:
besser:
unklare Indikation
Narbenbildung
psychische Störung
langes beschwerdefreies postop. Intervall
deutliche mechanische Ursache (neuer NPP, Stenose u.a)
81
82. Spinalkanalstenose
Def.Spinalkanalstenose:
Einengung des Rückenmarkkanals
Rezessusstenose:
Einengung des Nervenaustrittkanals
Urs.
• i.d.R. Degenerative Veränderungen
• BS- Protrusionen
• Pseudospondylolisthesen
• Selten angeboren
82
83. Spinalkanalstenose
Klinik• Leitsymptom ist die
Claudicatio spinalis beim Gehen:
Schmerzen
Sensibilitätsstörungen
Lähmungen
Je nach Lokalistaion und Ausmaß
ist eine Neurologie nicht immer segmental zuzuordnen
Typisch beim Gehen:
Fahradfahren geht fast immer
Funktionelle Störungen
heftiger Schmerz
Sitzpause / Vorbeugen tut gut
83
84. Spinalkanalstenose
Diag.• Klinik nicht immer ausreichend
• Röntgen
• CT / NMR
• Myelographie
Ther.
• KG / Entlordosierung
• Mieder / entlordosierend
• Operative Dekompression
84
85. Spinalkanalstenose
8586. Spondylitis / Spondylodiszitis
Def.Spezifische oder unspezifische Entzündung der Wirbelkörper und / oder der
Bandscheiben
86
87.
Sp. Tuberculosa:
früher häufig Abszeß, Gibbus,Lähmung (Pott`sche Trias)
Spezifische Spondylitis:
Lues, M. Bang
Unspezifische Spondylitis
Streptokokken, Staphylokokken
87
88. Spondylitis / Spondylodiszitis
Klinik• Allg. Infektsymptome, allg. Krankheitsgefühl
• Lokaler Klopf- und Druckschmerz
• Bewegungseinschränkung,
• Belastungsschmerz
• Muskulärer Hartspann
• Neurologische Störungen
Diag.
• Allg. Labor, spez. Labor
• Röntgen, CT, NMR, Szintigraphie
• Punktion, Stanz Biopsie
88
89. Spondylitis / Spondylodiszitis
Ther.Prinzip:
Konsequente Ruhigstellung und
zielgerichtete Antibiose bis zur sicheren Keimeradikation
konservativ
• 6 Wochen Bettruhe
• Mehrmonatige Korsettimmobilisation (1-2 Jahre)
Operativ
• dorsoventrale Fusion
ggf. schnellere Abheilung
geringeres Folgerisiko
89
90. Klippel - Feil - Syndrom
Def.Angeborenen Fusion
zwei oder mehrerer Halswirbel
Klinik
• Kurzer Hals
• Eingeschränkte Beweglichkeit
• Geleg. „Flügelfell“
• Oft weitere Mißbildungen:
(Skoliose, neurolog. Ausfälle, Organstörungen u.a)
90
91. Klippel - Feil - Syndrom
Diag.• Technische Untersuchung (Rö, NMR / CT u.a.)
91
92. Klippel - Feil - Syndrom
Ther.Konservativ
Operativ: bei progressiven Rückenmarkschädigungen
• distrahierende Spondylodese
evtl mit Dekompression
92
93. Muskulärer Schiefhals
Def.Fixierte Schiefhaltung des Kopfes bei Neugeborenen oder Sgl.
Neigung zur kranken-, Rotation zur gesunden Seite
dritthäufigste angeborene Missbildung (nach Hüftluxation und Klumpfuß)
Unbehandelt folgen Fehlentwicklungen von Hals und Kopf
93
94. Muskulärer Schiefhals
Urs.Verkürzung des M. Sternocleidomastoideus nach
• intrauterinen Zwangshaltungen
• geburtstraumatisch
• Genetische Faktoren
94
95. Muskulärer Schiefhals
Klinik• Typische Kopffehlstellung
• 15 % Schwellung des distalen
Muskelanteils
• Muskelverkürzung und Verhärtung
Diag.
• Klinisch
95
96. Muskulärer Schiefhals
DD• Akuter Schiefhals / Blockade
• Spastik
• Knöcherne Fehlbildung
• Augen- / Ohrerkrankungen
• Infekte im Nasen-Rachen-Raum (Grysel-Syndrom)
• Psychische Einflußfaktoren
Ther.
Konservativ
• Gegenseitige Lagerung des Sgl.
(Kopf soll aktiv zur gesunden Seite gedreht werden)
• KG
Operativ
• Möglichst im Vorschulalter:kaudale Tenotomie
96
97. Diasthematomyelie
Def.Seltene sagitale Längsspaltung des Rückenmarks
Urs.
• Knöchernes- , knorpeliges- oder bindegewebiges Septum
Klinik
• Oft Hautanomalien im LWS-Bereich
• Gangauffälligkeiten (ggf. erst im späteren Alter)
• Hohlfuß, Klumpfuß
• Bein-, Fußlängendifferenz
• Skoliosen
97
98. Diasthematomyelie
Diag.Technische Untersuchung
• Röntgen
• NMR / CT
• Myelographie
Ther.
• Bei progredienten Lähmungen ggf. Entfernen des Septum
98
99. Coccygodynie
Def.Sammelbegriff für Beschwerden im Steißbeinbereich
Urs.
• Oft unklar
• Trauma, Lumboischialgie, BSV, Gynäkologische Erkrankungen
Klinik
• 80 % Frauen
• Belastungsschmerzen (z.B. Sitzen)
• Preßschmerzen (Husten, Niesen etc.)
• Lokaler Druckschmerz
99
100. Coccygodynie
Diag.• Rö
• Ausschluß TU, Entzündung,Trauma, NPP, psychogene Ursache
Ther.
• mind 3 Monate konservativ
– Steißbeinmanipulation
– KG,
– Akupunktur
– Infiltration
Operativ
– Steißbeinresektion als ultima ratio
100