Wirbelsäule
Klinische Diagnostik
Klinische Diagnostik
Klinische Diagnostik
Klinische Diagnostik
Klinische Diagnostik
Röntgenbilder der LWS
NMR der Wirbelsäule
3D – CT der Wirbelsäule
Begriffe und Syndrombezeichnungen
Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen
Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen
Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen
Haltungsschwäche, -Fehler
Haltungsschwäche, -Fehler
Haltungsschwäche, -Fehler
Haltungsschwäche, -Fehler
Haltungsschwäche, -Fehler
Skoliose
Skoliose
Skoliose
Skoliose
Skoliose
Skoliose
Skoliose
Skoliose
Skoliose
Kyphose
Kyphose
M. Scheuermann
M. Scheuermann
M. Scheuermann
M. Scheuermann
M. Scheuermann
M. Bechterew
M. Bechterew
M. Bechterew
M. Bechterew
M. Bechterew
M. Bechterew
M. Bechterew
Morbus Forestier
Morbus Forestier
Morbus Forestier
Degenerative LWS-Erkrankung
Degenerative LWS-Erkrankung
Degenerative LWS-Erkrankung
Degenerative LWS-Erkrankung
Degenerative LWS-Erkrankung
Degenerative LWS-Erkrankung
Degenerative LWS-Erkrankung
Baastrup-Syndrom
Baastrup-Syndrom
Baastrup-Syndrom
Facettensyndrom
Facettensyndrom
Spondylolyse, Spondylolisthese
Spondylolyse, Spondylolisthese
Spondylolyse, Spondylolisthese
Spondylolyse, Spondylolisthese
Spondylolyse, Spondylolisthese
Spondylolyse, Spondylolisthese
Bandscheibenvorfall LWS
Bandscheibenvorfall LWS
Bandscheibenvorfall LWS
Bandscheibenvorfall LWS
Bandscheibenvorfall LWS
Bandscheibenvorfall LWS
Bandscheibenvorfall LWS
Bandscheibenvorfall LWS
Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)
Spinalkanalstenose
Spinalkanalstenose
Spinalkanalstenose
Spinalkanalstenose
Spondylitis / Spondylodiszitis
Spondylitis / Spondylodiszitis
Spondylitis / Spondylodiszitis
Klippel - Feil - Syndrom
Klippel - Feil - Syndrom
Klippel - Feil - Syndrom
Muskulärer Schiefhals
Muskulärer Schiefhals
Muskulärer Schiefhals
Muskulärer Schiefhals
Diasthematomyelie
Diasthematomyelie
Coccygodynie
Coccygodynie
WS-Operationen
WS-Operationen
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1. Wirbelsäule

1

2.

2

3. Klinische Diagnostik

Spezielle Anamnese:
Neben den klassischen Fragen: was, wann, wo … etc.
Neurologie:
Funktion:
Psyche:
Allgemein:
Sensibilitätsstörungen, Koordination, Schwäche / Lähmung
Stuhlgang / Wasserlassen, Sexualfunktionsstörungen,
Gangbild, Steifheit, Blockierung, Bewegungsausfall
Haltung
Depression / Verstimmung, Schlafstörungen, Neurosen,
Psychosen, berufliche Belastung
Befinden, Vegetativum, bisherige Therapie / Diagnostik
3

4. Klinische Diagnostik

Inspektion
An- Ausziehen
Kopfhaltung
Schulterstand, Beckenstand
Lot der WS, Seitprofil
Vorbeugeteste (Rippenbuckel, Lendenwulst, fixierte Brustkyphose)
4

5. Klinische Diagnostik

Palpation
Stauchungsschmerz
Druck- / Klopf- / Rüttel- / Fersenfallschmerz
Stufe in der Reihe der Dornfortsätze
Paravertebrale Muskulatur (Myogelosen, Hartspann, Tonus
Subcutanes Fettgewebe (Kiblersche Hautfalten)
5

6. Klinische Diagnostik

Funktionsprüfung
Trendelenburg
Beinlänge
Haltungstest nach Matthias
HWS
– Seitneige
– Rotation
– Reklination / KJA (Kinn-Jugulum-Abstand
BWS / LWS
– Seitneige
– Rotation
– FBA (Finger-Boden-Anstand)
– Schober
– Ott
6

7. Klinische Diagnostik

Funktionsprüfung
Lasegue / Bragard (Ischiasdehnungsschhmerz)
Valleix` sche Druckpunkte (Ischiasverlauf)
Umgekehrter Lasegue (Femoralisdehnungsschmerz)
Spezielle Teste:
s. dazu Manualtherapie
7

8. Röntgenbilder der LWS

8

9.

9

10. NMR der Wirbelsäule

10

11. 3D – CT der Wirbelsäule

11

12. Begriffe und Syndrombezeichnungen


Zervikalgie:
Nackenschmerzen
Zervikalsyndrom:
undifferenzierter Sammelbegriff
Zervikocephalgie:
Kopfschmerz, Schwindel verschied. Genese
Zervikobrachialgie:
Nacken-Schulter-Armschmerz (Wurzelreiz C4-C7)
Brachialgie:
Armschmerzen
Dorsalgie:
Rückenschmerz BWS
Lumbalgie:
chron. Kreuzschmerz ohne Ausstrahlung
Lumbago:
akuter Kreuzschmerz, „Hexenschuß“
Lumboglutäalgie:
Kreuzschmerz mit Gesäßschmerz
Lumboischialgie:
Kreuzschmerz mit Ausstrahl. in den Ischias / Bein
Ischialgie:
Beinschmerz
Radikulärer Schmerz: eindeutig der Nervenwurzel zuzuordnen
Pseudorad. Schmerz: keine segmentale Zuordnung
Vegetative Schmerzen: z.B. Kopfschmerz, Schindel, Sehstörungen
12

13. Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen

„im Erwachsenenalter“
Statische Beschwerden
Muskuläre Insuffizienz
Verschleiß
Bandscheibenschäden
Gleitwirbel
Entzündungen
Verengter Rückenmarkkanal
Rheumatische Erkrankungen
Unfallfolgen
Fehlhaltungen
Angeborene Mißbildungen
ISG-Störunngen
Coxarthrose
13

14. Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen

„im Kindesalter“
Gleitwirbel
Statischer Rückenschmerz
M.Scheuermann
Leukämie
14

15. Wichtige Differentialdiagnosen bei Rückenschmerzen

„oft nicht erkannt“
Vaskulär:
Neurogen:
Gynäkologisch:
Urologisch:
Abdominell:
Spondylogen:
abdominelles Aortenaneurysma, pAVK
Nervenwurzel – TU
Rückenmark – TU
diabetische Neuropathie
Uterus – Haltungsanomalien
Pankreatitis, Cholezystitis
Knochen – TU / Metastasen
Osteoporose mit Frakturen
Spondylitis
M. Bechterew
15

16. Haltungsschwäche, -Fehler

Def.
Aktiv oder passiv völlig ausgleichbare Haltungsabweichung der WS.
Freie Beweglichkeit aller WS Segmente
Normvariablen sind abhängig von z.B.
• Alter
• Psyche
• Muskulatur
• Skelettform
16

17. Haltungsschwäche, -Fehler

Urs.
Relative Schwäche der Rücken- und Bauchmuskulatur
v.a. in Wachstumsperioden
17

18. Haltungsschwäche, -Fehler

Klinik
• Abflachung oder Verstärkung der natürlichen WS-Krümmung
(Kyphose / Lordose) in der Sagitalebene (2)
Typische Befunde:
- verstärkte BWS-Kyphose
- hängende,ventral verlagerte Schultern (4)
- abstehende Schulterblätter (3)
- verstärkte Beckenkippung nach vorn (1)
- Vorwölbung des Bauches
- Vorverlagerung des Kopflotes (5)
Skoliotische Fehlhaltung durch
Beckenschiefstand
18

19. Haltungsschwäche, -Fehler

Teste
• Flexibilität von BWS (Katzenbuckel)
LWS (Rutschhalte)
• Armvorhaltetest nach Matthias (30 sec..)
differenziert Schwäche gegen Fehler
19

20. Haltungsschwäche, -Fehler

DD
• Myogene, neuromuskuläre Erkrankung
Ther.
• KG, regelmäßige Eigenübungen
Förderung von Schwimmen, Reiten, Schul- und Vereinssport
Prophylaxe
• Schulmöbel, Sport
20

21. Skoliose

Def.
Fixierte Seitausbiegung der WS in der Frontalebene
Mit Rotation der Wirbelkörper
Der dorsale Anteil der WK dreht zur Konkavität,
der ventrale Anteil zur Konvexität der Krümmung
21

22.

22

23. Skoliose

Def.
Eine Progression bis zum Wachstumsabschluß ist
immer anzunehmen
Die meisten Skoliosen werden im Alter von 10 – 12 Lj.
(zufällig) entdeckt.
Selten bestehen Beschwerden
23

24. Skoliose

Urs.:
Idiopathisch:
90 %, F:M5:1
infantil
juvenil
adoleszent
Andere:
1 – 3 Lj.
4 – 9 Lj.
10 – 15 Lj.
neuropathisch (ICP, u.a.)
Myopathisch (Muskeldystrophie u.a.)
Osteopathisch (Fraktur, TU u.a.)
Desmogen (Narben)
Kongenital (Blockwirbel, Keilwirbel u.a.
24

25. Skoliose

Man unterscheidet je nach
Höhe des Krümmungsscheitels
die Skolioseformen in
- Thorakal
- Thorakolumbal (Th 11 – L1)
- Lumbal
- oder kombinierte
Thorakal und Lumbalskoliosen
25

26. Skoliose

Diag.
Inspektion
• WS . Lot
• Schulterstand, Beckenstand
• Scapulasymmetrie
• Taillendreieck
• Rippenbuckel, Lendenwulst
Anamnese
• Menarche
(WS Wachstum dauert vom Beginn
der Menarche noch ca. 2 Jahre)
26

27. Skoliose

Diag.
Röntgen
• WS - Ganzaufnahme in 2 Ebenen
- Verlaufsaufnahmen
- Beckenkämme / Hände a.p
zur Bestimmung der Skelettreife
- gel. Funktionsaufnahmen
- gel. Rippenbuckelaufnahme
27

28. Skoliose

Ther.
• Ziel:
Aufhalten einer Progredienz und Korrektur bzw.Halten der bestehenden
Verkrümmung.Verhütung von Spätfolgen
Bei 90 % ist die konservative Behandlung ausreichend.
Prognose ist therapiebestimmend
• ambulante klinische Kontrolle (Progredienz im Wachstumsalter ?)
alle 3 Monate in der Pubertät
sonst alle 6 – 12 Monate
Röntgen
alle 6 – 12 Monate bei raschem Wachstum, Progredienz
alle 3 – 6 Monate bei Korsetttherapie
28

29. Skoliose

Ther.
Idiopathische Skoliosen
15° lumbal / 20° thorakal:
- KG, weiter Sportteilnahme
15°-35° lumbal / 20° - 50° thorakal:
- Korsett 23 h am Tag
bis 1 Jahr nach Skelettreife
- begleitende KG
- keine Sportbefreiung
> 35 ° lumbal / > 50° thorakal:
- OP - Indikation
29

30. Skoliose

Ther.
Kongenital:
Prognose oft schwer absehbar
z.T. schon im frühen Wachstumsalter OP erforderlich
Operationsprinzip
Korrektur der Verkrümmung
und knöcherne Versteifung = Spondylodese der verkrümmten WS
mittels verschiedener Metallimplantate
30

31. Kyphose

Def.
Fixierte dorsal konvexe Krümmung der WS
(BWS > 60°)
Kurzbogig = angulär
Langbogig = arcuär
Urs.
• M.Scheuermann
• M. Bechterew
• Kongenital (Wirbelbildungsstörungen)
• Habitus / Haltungsbedingt
• Altersbedingt (Osteoporose)
Entzündlich / Traumatisch /
TU / Neurolog.Erkrankungen
31

32.

32

33. Kyphose

Ther.
• Konservativ
KG
Korsett
Operativ
Aufrichten und versteifen
33

34. M. Scheuermann

Def.
Wachstumsstörung an den Grund und Deckplatten der BWS
oder LWS
In der Folge (teil)fixierte Kyphose
- Hohlrundrücken (Thorakaler Scheuermann)
- totaler Rundrücken (thorako-lumbaler Scheuermann)
- Flachrücken (lumbaler Scheuermann)
Häufigste WS Erkrankung im Jugendalter (20 %)
Urs.
unklar
34

35. M. Scheuermann

Enstehung der Kyphose
Durch reduzierte Belastbarkeit der Grund und Deckplatten
entsteht
Keilwirbel und (teil) fixierte Kyphose
Durch Einbruch von Bandscheibengewebe in den
Wirbelkörper entstehen
Schmorlsche Knötchen und
Verschmälerung der Bandscheiben
Durch asymmetrische Keilwirbelbildung in 30 % Skoliose
35

36. M. Scheuermann

Klinik
Kyphose
Nur 1/3 haben Beschwerden
Diag.
Röntgen (erst dadurch Diagnosesicherung !)
Grund- und Deckplattenunregelmäßigkeit
Kyphose
verschmälerte Bandscheibe
Schmorl`sche Knötchen
mind. 3 Keilwirbel
(Vorsicht vor Überbewertung der Rö-Bilder !)
36

37. M. Scheuermann

Ther.
Leichte Fälle
• Rückendisziplin
• Entkyphosierende KG
• Rückenschwimmen
Keine stauchenden Sportarten (Sprungdisziplinen)
Berufsberatung
Progrediente Fälle (50° Kyphose)
• Zusätzlich Korsett, wenn noch flexible WS
Prognose
Meist gut. Stillstand mit Wachstumsabbschluß. Ggf. später Folgeprobleme
37

38. M. Scheuermann


Operation selten indiziert
38

39. M. Bechterew

Def.
Chron. Entzündliche Erkrankung der Wirbeläule und der Gelenke mit
starker Verknöcherungstendenz
M : F = 3 :1 (oder blander Verlauf bei Frauen)
15 – 40 Lj.
39

40. M. Bechterew

Klinik
Frühstadium
• Persistierender tiefer (nächtlicher) Rückenschmerz
• Besserung bei Bewegung
• Morgensteifigkeit
• Schmerzen an Thorax
• Schmerzen an den Sehnenansätzen und Gelenken
• Bei 25 % zuererst oder parallel Arthralgien
Röntgen und Labor oft noch unauffällig
Spätstadium
M. Bechterew 40

41. M. Bechterew

Klinik
Stadium der ISG-Beteiligung:
• Sakroiliitis
41

42. M. Bechterew

Klinik
Nachweis des Wirbelsäulenbefalls
• Versteifung meist erst thorakal
• Kyphosierung
• (Entzündung führt zur Verkürzung der vorderen Längsbänder)
Spätarthritis (Hüften)
Endstadium
• Stillstand in jedem Stadium möglich
• Ggf. völlige WS und Gelenkeinsteifung
42

43. M. Bechterew

Klinik
Organbeteiligung
• Augen
• Harnleiter
• Prostata
• Darm
Diag.
Röntgen maßgeblich
• ISG
• WS
43

44. M. Bechterew

Komplikationen (z.B.)
Ventilationsstörungen
Wirbelsäulenfrakturen
aufgrund fehlender Elastizität und begleitender Osteoporose
Ther.
• „Rheumamedikamente“ (NSAR)
• Konsequente KG (tgl)
• Sport
• Nächtliche Flachlagerung
• Phys. Therapie, Schmerztherapie
• Hilfsmittel
44

45. M. Bechterew


Operation mit Aufrichtung in schweren Fällen
45

46. Morbus Forestier

Def.
Häufigste versteifende degen. WS-Erkrankung
Breite, knöcherne Spangen zwischen den Wirbelkörpern
M>F, >60 Lj
LWS o.B.
46

47. Morbus Forestier

Klinik
• uncharakteristisch
• schleichender Schmerz
• oft Zufallsbefund
• betont Th4-Th6
• ossifizierende Fibroostosen am Becken und Fersenbein
47

48. Morbus Forestier

Diag.
• Röntgen
DD
• Morbus Bechterew, M.Scheuermann
Ther.
• Aufklärung über gute Verlaufsform
• Bewegungsübungen
• Nächtlich flach liegen
• NSAR
48

49. Degenerative LWS-Erkrankung

Def.
Häufigste Ursache von Rückenschmerzen jenseits 30 Lj.
Ab dem 40 Lj.: bei 60 % F und 80% M
Ab dem 70 Lj: bei fast jedem
LWS o.B.
49

50. Degenerative LWS-Erkrankung

Verlauf
• Chondrose:
Veränderung der Bandscheibe
Osteochondrose:
Einbeziehung der angrenzenden Grund – und
Deckplatten
Spondylose:
Bildung von Knochenwülsten / Abstützungsreaktion
Spondylarthrose:
Beteiligung der kleinen Wirbelgelenke
Instabilität:
degeneratives Vorgleiten (Spondylolisthese)
degeneratives Drehgleiten
50

51.

51

52.

52

53. Degenerative LWS-Erkrankung

Verlauf
• Chondrose:
Osteochondrose:
Spondylose:
Spondylarthrose:
Instabilität:
53

54. Degenerative LWS-Erkrankung

Klinik
• Typische Schmerzcharakteristika
- Schleichend oder akut
- Ausstrahlend oder lokal
- Dumpf ziehend, evtl. stechend
- Auslösefaktoren
- Verschlimmerung bei Fehl-, Überlastung
- Besserung z.B. in Ruhe
Funktionsstörungen
Weichteilveränderungen (Tendinosen, Myogelosen u.a.)
Zwangshaltungen
54

55. Degenerative LWS-Erkrankung

Diag.
Häufig schwierige Differenzierung von WS-Beschwerden !!
• Anamnese
• Klinische Untersuchung
• Apparative Diagnostik ; DD parat haben und ggf. abklären
55

56. Degenerative LWS-Erkrankung

Ther.
Akutes Stadium:
• Schmerztherapie
• Balneophysikalische Maßnahmen
• Stufenbett
Chron. Stadium
• Eher aktive Maßnahmen (KG, Rückenschule)
• Schmerztherapie, balneophysikal. Maßnahmen
Operation (zahlreiche Verfahren)
• Nur bei sorgfältiger Indikationsstellung und
• nach konsequenter konservativer Therapie
56

57. Degenerative LWS-Erkrankung

Prognose
• Spontane
Schmerzremission
möglich
• Rezidive häufig
57

58.

58

59. Baastrup-Syndrom

Def.
Schmerzhafte, sich berührende Dornfortsätze (DF)
Reaktive Knorpel und Knochenneublidung an den DF.
Ausdruck schwerer lumbaler degenerativer Veränderungen.
.
59

60. Baastrup-Syndrom

Urs.
• Hyperlordose
• Verschmälerter Zwischenwirbelraum
• Hypermobilität
Klinik
• Lokaler Druckschmerz
• Schmerzverstärung bei Lordosierung
Diag.
• Rö
• Probatorische Infiltration
60

61. Baastrup-Syndrom

Ther.
• Ursachenforschung und Behandlung
• Physikalische Therapie
• Entlordosierende KG
• Entlordosierendes Mieder
Selten operative Resektion
61

62. Facettensyndrom

Def.
Pseudoradikulärer Schmerz,
ausgehend von den (kleinen) Wirbelgelenken
Diag. oft schwierig, da parallel häufig
PNS,
Spondylolisthese
Osteoporose
segmentale Instabilität
Urs.
• Häufig Bandscheibenlockerung (Segmentinstabilität).
• Hierdurch Belastung der
Wirbelgelenke
62

63. Facettensyndrom

Klinik
• Tiefsitzender, diffuser Belastungs-Kreuzschmerz
• Rüttel- und Klopfschmerz
• V.a. Abendschmerz, Besserung im Liegen
• Ausstrahlung in das Bein, Gesäß, Genital,
Unterbauch
Diag.
• Rö-LWS: Spondylarthrose
• NMR / CT
Ther.
• Konservativ:
Operativ::
Kräftigung der Rumpfmuskulatur
Schmerztherapie
Spondylodese
63

64. Spondylolyse, Spondylolisthese

Def.
Spondylolyse: Defekt der Interarticularportion
Sp.olisthese: Ventralverschiebung des Wirbelkörpers auf dem unterliegenden
Hohe Rate an Leistungssportlern
50 % Speerwerfer
25 % Judokas, Kunstturner, Ringer u.a
64

65. Spondylolyse, Spondylolisthese

Def.
Spondylolyse: Defekt der Interarticularportion
Sp.olisthese: Ventralverschiebung des Wirbelkörpers auf dem unterliegenden
80 % LWK 5
15 % LWK 4
CT - LWS
65

66. Spondylolyse, Spondylolisthese

Def.
Spondylolyse: Defekt der Interarticularportion
Sp.olisthese: Ventralverschiebung des Wirbelkörpers auf dem unterliegenden
80 % LWK 5
15 % LWK 4
In der Bevölkerung
5 % Lyse
2-3% Olisthese
66

67. Spondylolyse, Spondylolisthese

Urs.
• Kongenital
• Erworben
• Degenerativ
Klinik
• 50 % asymptomatisch
• (pseuso)radikuläre Kreuzschmerzen
• Tastbare Stufe
• Hohlkreuz
• Hüftlendenstrecksteife bei Kindern
67

68. Spondylolyse, Spondylolisthese

Diag.
• Röntgen
• NMR,CT
(Normale LWS)
Stadieneinteilung nach Meyerding 1 - 4
Spondylolisthese Grad 2
68

69. Spondylolyse, Spondylolisthese

Ther.
Konservativ
• Entlordosierende, stabilisierende WS-Gymnastik
• Entlordosierende Mieder
• Keine reklinierende Sportarten
Operative Versteifung (evtl. mit Reposition) bei
• persistierenden Beschwerden
• Progredienz
• neurologischen Ausfälle
Bei Fusionsoperationen
ca. 80 % gute Ergebnisse
69

70. Bandscheibenvorfall LWS

Def.
Häufig lumbal
Seltener cervical
Sehr selten thorakal
30-40Lj, v.a.L4/5, L5/S1
70

71. Bandscheibenvorfall LWS

Def. / Formen:
• Protrusion
• Prolaps
Gedeckter Prolaps
Sequestrierter Prolaps
Massen Prolaps
Vorwölbung
Vorfall, Riß des Faserringes und
Austritt des Nucleus
Längsband erhalten
massives Austreten
71

72. Bandscheibenvorfall LWS

Urs.
Chronische Strukturveränderungen und
Mechanische Streßfaktoren
Raumforderung durch
Riß des Anulus fibrosus
Austreten von Nucleus pulposus Anteilen
72

73. Bandscheibenvorfall LWS

Klinik:
• Lateraler und dorsolateraler Prolaps: radikuläres Syndrom
• Mediolateraler Prolaps:
Lumbago und rad. Syndrom
• Medialer Prolaps
Lumbago, rad.Syndrom und
Kaudasyndrom
73

74. Bandscheibenvorfall LWS

Klinik:
• Schmerzen,
• Ausfälle von Sensib / Motorik / Reflexen,
• Nervendehnungsschmerz
• Zwangshaltung,
• Lendenstrecksteife
• musk.Hypertonus
Cave / Notfall:
• Blasen-Darm-Störung,
• Reithosenanästhesie
• Kaudakompression
74

75. Bandscheibenvorfall LWS

Diag.
• Rö LWS
• NMR / CT
• Myelographie
• Discographie
75

76. Bandscheibenvorfall LWS

Ther.
• Wenn keine gravierende Neurologie immer kons. Spektrum ausschöpfen
incl.
Medikotherapie, Spritzentherapie
• Operativ
Absolute Indikation:
gravierende neurologische Ausfälle
Relative Indikation:
bei Therapieresitenz
Kontraindikation:
Kreuzschmerz ohne Wurzelbeteiligung
Unklarheit der Diagnose
V.a. psychosomatische Erkrankung
76

77. Bandscheibenvorfall LWS

Prognose:
• 20 % mäßige bis schlechte Ergebnisse
• 5 Jahres Ergebnisse konservativ – operativ sind nahezu identisch
• Bessere Ergebnisse bei jüngeren Pat, kurzer Anamnese, massiver Prolaps
• Restsymptome bilden sich erst nach Monaten, wenn überhaupt zurück
• PNS (Postnukleotomie (- Instabilitäts-) Syndrom
77

78. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)

Def.
PNS:
FBSS:
spezielle Beschwerden nach Bandscheiben-Op`s
unverändert anhaltende / stärkere Beschwerden nach WS-Op`s
(bei NPP, Degeneration, Spondylolisthese, Stenose)
Urs.
Schlechte oder falsche Indikation
Fehlerhafte Op
Späte Komplikation:
Instabilität, Vernarbungen, Verklebungen
78

79. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)

Klinik
• Schmerzen (lokal,bei Vorbeuge, bei Belastung)
meist gemischt radikulär-pseudoradikulär
Diag.
• Anamnese
• Psychische Auffälligkeiten
Röntgen, NMR / CT, Myelographie, Szintigraphie,
79

80. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)

Ther.
Konservativ
• balneo-physikalische Maßnamen
• Medikamentös
• Psychosomatische Therapie
Operativ
• schwierige Indikationsstellung
• ggf. Op-Korrektur
80

81. Postnukleotomie-Syndrom (PNS) Failed Back Surgery Syndrom (FBBS)

Prognose:
• schlecht:
besser:
unklare Indikation
Narbenbildung
psychische Störung
langes beschwerdefreies postop. Intervall
deutliche mechanische Ursache (neuer NPP, Stenose u.a)
81

82. Spinalkanalstenose

Def.
Spinalkanalstenose:
Einengung des Rückenmarkkanals
Rezessusstenose:
Einengung des Nervenaustrittkanals
Urs.
• i.d.R. Degenerative Veränderungen
• BS- Protrusionen
• Pseudospondylolisthesen
• Selten angeboren
82

83. Spinalkanalstenose

Klinik
• Leitsymptom ist die
Claudicatio spinalis beim Gehen:
Schmerzen
Sensibilitätsstörungen
Lähmungen
Je nach Lokalistaion und Ausmaß
ist eine Neurologie nicht immer segmental zuzuordnen
Typisch beim Gehen:
Fahradfahren geht fast immer
Funktionelle Störungen
heftiger Schmerz
Sitzpause / Vorbeugen tut gut
83

84. Spinalkanalstenose

Diag.
• Klinik nicht immer ausreichend
• Röntgen
• CT / NMR
• Myelographie
Ther.
• KG / Entlordosierung
• Mieder / entlordosierend
• Operative Dekompression
84

85. Spinalkanalstenose

85

86. Spondylitis / Spondylodiszitis

Def.
Spezifische oder unspezifische Entzündung der Wirbelkörper und / oder der
Bandscheiben
86

87.


Sp. Tuberculosa:
früher häufig Abszeß, Gibbus,Lähmung (Pott`sche Trias)
Spezifische Spondylitis:
Lues, M. Bang
Unspezifische Spondylitis
Streptokokken, Staphylokokken
87

88. Spondylitis / Spondylodiszitis

Klinik
• Allg. Infektsymptome, allg. Krankheitsgefühl
• Lokaler Klopf- und Druckschmerz
• Bewegungseinschränkung,
• Belastungsschmerz
• Muskulärer Hartspann
• Neurologische Störungen
Diag.
• Allg. Labor, spez. Labor
• Röntgen, CT, NMR, Szintigraphie
• Punktion, Stanz Biopsie
88

89. Spondylitis / Spondylodiszitis

Ther.
Prinzip:
Konsequente Ruhigstellung und
zielgerichtete Antibiose bis zur sicheren Keimeradikation
konservativ
• 6 Wochen Bettruhe
• Mehrmonatige Korsettimmobilisation (1-2 Jahre)
Operativ
• dorsoventrale Fusion
ggf. schnellere Abheilung
geringeres Folgerisiko
89

90. Klippel - Feil - Syndrom

Def.
Angeborenen Fusion
zwei oder mehrerer Halswirbel
Klinik
• Kurzer Hals
• Eingeschränkte Beweglichkeit
• Geleg. „Flügelfell“
• Oft weitere Mißbildungen:
(Skoliose, neurolog. Ausfälle, Organstörungen u.a)
90

91. Klippel - Feil - Syndrom

Diag.
• Technische Untersuchung (Rö, NMR / CT u.a.)
91

92. Klippel - Feil - Syndrom

Ther.
Konservativ
Operativ: bei progressiven Rückenmarkschädigungen
• distrahierende Spondylodese
evtl mit Dekompression
92

93. Muskulärer Schiefhals

Def.
Fixierte Schiefhaltung des Kopfes bei Neugeborenen oder Sgl.
Neigung zur kranken-, Rotation zur gesunden Seite
dritthäufigste angeborene Missbildung (nach Hüftluxation und Klumpfuß)
Unbehandelt folgen Fehlentwicklungen von Hals und Kopf
93

94. Muskulärer Schiefhals

Urs.
Verkürzung des M. Sternocleidomastoideus nach
• intrauterinen Zwangshaltungen
• geburtstraumatisch
• Genetische Faktoren
94

95. Muskulärer Schiefhals

Klinik
• Typische Kopffehlstellung
• 15 % Schwellung des distalen
Muskelanteils
• Muskelverkürzung und Verhärtung
Diag.
• Klinisch
95

96. Muskulärer Schiefhals

DD
• Akuter Schiefhals / Blockade
• Spastik
• Knöcherne Fehlbildung
• Augen- / Ohrerkrankungen
• Infekte im Nasen-Rachen-Raum (Grysel-Syndrom)
• Psychische Einflußfaktoren
Ther.
Konservativ
• Gegenseitige Lagerung des Sgl.
(Kopf soll aktiv zur gesunden Seite gedreht werden)
• KG
Operativ
• Möglichst im Vorschulalter:kaudale Tenotomie
96

97. Diasthematomyelie

Def.
Seltene sagitale Längsspaltung des Rückenmarks
Urs.
• Knöchernes- , knorpeliges- oder bindegewebiges Septum
Klinik
• Oft Hautanomalien im LWS-Bereich
• Gangauffälligkeiten (ggf. erst im späteren Alter)
• Hohlfuß, Klumpfuß
• Bein-, Fußlängendifferenz
• Skoliosen
97

98. Diasthematomyelie

Diag.
Technische Untersuchung
• Röntgen
• NMR / CT
• Myelographie
Ther.
• Bei progredienten Lähmungen ggf. Entfernen des Septum
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99. Coccygodynie

Def.
Sammelbegriff für Beschwerden im Steißbeinbereich
Urs.
• Oft unklar
• Trauma, Lumboischialgie, BSV, Gynäkologische Erkrankungen
Klinik
• 80 % Frauen
• Belastungsschmerzen (z.B. Sitzen)
• Preßschmerzen (Husten, Niesen etc.)
• Lokaler Druckschmerz
99

100. Coccygodynie

Diag.
• Rö
• Ausschluß TU, Entzündung,Trauma, NPP, psychogene Ursache
Ther.
• mind 3 Monate konservativ
– Steißbeinmanipulation
– KG,
– Akupunktur
– Infiltration
Operativ
– Steißbeinresektion als ultima ratio
100

101. WS-Operationen

101

102. WS-Operationen

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