Regelpoetik vs. Genieästhetik
1. Vorstellungen von Dichtkunst
RegelpoetikGenieästhetik
- Grundannahme: Dichtung soll nach
vorgegebenen Regeln ausgeführt werden
(Dichtung ist wie eine Gebrauchsanweisung)
- Dichten kann man durch diese Regeln
lehren und lernen
- Kunstvorstellung der Vormoderne (vor 1750)
- Grundannahme: -s Genie handelt natürlich
(angeboren) und mit außergewöhnlich
erfinderischer Schöpferkraft
- Immanuel Kant: Genie = „ Talent, das sich
selbst die Regel gibt“
- -s Genie
> wirkt mustergültig (vorbildlich)
>bringt nicht Typisches hervor,
sondern
schafft ein
Originalkunstwerk, d.h. das
Genie hat
eine individuelle Poetik
- Kunstvorstellung ab 1750