Figurencharakterisierung Unter dem Begriff Figurencharakterisierung versteht man die Gesamtheit der Figuren eines literarischen
Figuren & Figurencharakterisierung
Zeitgestaltung Zur Untersuchung der Zeitstruktur eines epischen Textes werden zwei Zeitebenen unterschieden
Zeitgestaltung
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formale Merkmale Epik II_ Figurencharakterisierung Zeitgestaltung

1. Figurencharakterisierung Unter dem Begriff Figurencharakterisierung versteht man die Gesamtheit der Figuren eines literarischen

Werkes und ihre Beziehung zueinander.
direkt
indirekt
- erfolgt durch den Erzähler oder andere literarische
Figuren
- erfolgt aus dem Verhalten einer Figur und
deren Handlungen
- Selbstbeschreibung einer Figur
- s Äußere der Figur, durch Gestik, Mimik,
Sprechweise oder auffällige Gewohnheiten.

2. Figuren & Figurencharakterisierung

Figuren & Figurencharakterisierung
äußere Merkmale
Alter, Aussehen, Kleidung, Gestik,
Mimik, Herkunft …
soziale Merkmale
Bildung, Beruf, gesellschaftliche
Stellung, Beziehungen, Verhalten,
Gewohnheiten, Sprechweise,
Herkunft, Werte …
Innenleben
Gefühle, Denkweisen &
Einstellungen, Interessen, Ängste,
Wünsche …

3.

Eine Figur wird vom Autor aus bestimmten Gründen gestaltet. Zur Beschreibung
einer Figur nutzt man folgende Begriffspaare:
statisch oder dynamisch
Ist eine Figur als
Individuum angelegt?
• Bleibt ihr Verhalten und
Charakter im Verlauf der
Handlung gleich oder
entwickelt sich die Figur?
• Ist die Figur fähig zur
Veränderung und zum
Lernen?
• Handelt es sich also um
statische oder dynamische
Persönlichkeiten?
Typ oder Charakter
• Ist die Figur mit vielen
individuellen Eigenschaften
ausgestattet oder ist sie auf
wenige Merkmale
reduziert?
• Handelt es sich um
komplexe Figuren
(=Charaktere) oder um
Typen?
offen oder geschlossen
Ist die Verhaltensweise
einer Figur für den Leser
klar verständlich und
nachvollziehbar oder ist sie
überraschend, unerklärlich,
mehrdeutig und rätselhaft ?

4. Zeitgestaltung Zur Untersuchung der Zeitstruktur eines epischen Textes werden zwei Zeitebenen unterschieden

-e Erzählzeit
-e erzählte Zeit
= die Zeit, die man zum Lesen oder Erzählen
einer Geschichte braucht
= -e Dauer der Handlung. Die erzählte Zeit kann nur
wenige Sekunden bis mehrere Jahrzehnte dauern.
Diese Zeit kann mit der Uhr gemessen werden
oder man gibt die Anzahl der Seiten bzw. Zeilen
an.
Die erzählte Zeit ist die Zeit, die die Handlung in der
Realität dauern würde (z.B.: ein Sommer, zwanzig
Jahre, ein Menschenleben).

5. Zeitgestaltung

Das Verhältnis zwischen Dauer der Handlung (erzählter Zeit) und Dauer des Lesens (=Erzählzeit)
kann drei verschiedene Formen haben:
a) –e Zeitraffung / -s zeitraffende Erzählen
- Die Erzählung ist wesentlich kürzer, als die Handlung tatsächlich gedauert hat, d.h.:
Erzählzeit < erzählte Zeit
- Normalfall in literarischen Texten
- extremste Form ist der sog. Zeitsprung: Der Erzähler überspringt einen Zeitabschnitt der
Handlung, d.h. von diesem Teil der Handlung wird nichts berichtet (Erzählzeit = 0)
b) –e Zeitdeckung / -s zeitdeckende Erzählen
- Die tatsächliche Handlungsdauer ist in etwa gleich mit der Zeit, die zum Lesen benötigt wird und es
gibt keine Handlungssprünge, d.h.:
Erzählzeit = erzählte Zeit
c) Zeitdehnung / zeitdehnendes Erzählen
- sehr detaillierte und ausführliche Beschreibung des Handlungsablaufs, d.h.
Erzählzeit > erzählte Zeit
- extremste Form ist die sog. Zeitpause, in der die erzählte Zeit stehenbleibt (erzählte Zeit = 0). In
dieser Zeit gibt der Erzähler Kommentare oder Beschreibungen, für die der Leser Zeit zum Lesen
braucht, aber in der Handlung vergeht keine Zeit.
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