Erzählverhalten
1.
formale Merkmale epischer TexteDie Bestimmung der formalen Merkmale ist die Grundlage
und Bestandteil der Erzähltextanalyse. Zur Erzähltextanalyse
gehört die Bestimmung von:
- Form
- e Handlung (Thema des Textes, Handlungsablauf)
- r Erzähler
- s Erzählverhalten ( = -e Erzählperspektive UND –e
Erzählhaltung)
- e Figuren
- r Ort
- e Zeit
2.
ErzählerBei epischen Texten muss man zwischen dem Autor (= Verfasser des Werks) und dem Erzähler
unterscheiden. Der Erzähler ist die fiktive Instanz im Text, die sich in einem Erzähltext äußert
und den Leser durch die Handlung führt.
Das bedeutet, der Erzähler ist nicht mit dem Autor identisch! Er ist eine Erfindung des
Verfassers (deshalb fiktiv).
Erzählverhalten
Bei dem Erzählverhalten geht es um die Frage: Wie wird erzählt? Die Beantwortung dieser
Frage umfasst folgende Kategorien:
- e Erzählperspektive
- e Erzählhaltung
3.
ErzählperspektiveDie Erzählperspektive beschreibt, aus welchem Blickwinkel / aus welcher Sicht die
Handlung erzählt wird.
Warum muss man die Perspektive des Erzählers bestimmen?
Der Erzähler gibt eine Perspektive auf das Geschehen, wertet und kommentiert
(>Erzählhaltung) es, dadurch:
- steuert und kontrolliert der Erzähler die Informationen einer Geschichte
- steuert der Erzähler unsere Emotionen, Gedanken und Reaktionen zur Geschichte
Der Erzähler beeinflusst die innere Logik des Erzählten!
4.
ErzählhaltungDie Erzählhaltung beschreibt die wertende Einstellung des Erzählers zum erzählten
Geschehen. Diese wirkt sich auf die Art der Darstellung und auf die sprachliche Gestaltung
(Wortwahl) aus. Häufig äußert sich der Erzähler (selbst)kritisch, ironisch, sachlich, humorvoll,
melancholisch, mitfühlend etc.